Neue Wildproduktion in Landsberg

Aktuelles

16.06.2020

Hochmoderne Produktion entsteht

Das Angebot kam überraschend – und die Entscheidung fiel schnell: „Es passt“, lautete das knappe und klare Fazit einer gründlichen Prüfung der Offerte. Somit steht fest: Josef Maier schlägt ein neues Kapitel seiner Unternehmensgeschichte auf – an einem neuen Standort. Denn der seit Jahren geplante Neubau der Produktion wird nun in Landsberg im ehemaligen Werk der Landsberger Wurstspezialitäten realisiert. Bad Wörishofen bleibt Sitz der Firmenzentrale.

„Wir haben in Bad Wörishofen einfach keine Planungssicherheit bekommen“, berichtet Sascha Graf, der als Geschäftsführer des Unternehmensbereichs Operations seit Jahren federführend mit den Neubauplänen beschäftigt ist. Einsprüche von Nachbarn vereitelten im Gewerbemischgebiet vor den Toren des Kurortes immer wieder die Realisierung der konkreten Pläne, die eine hochmoderne Produktion auf rund 10.000 Quadratmetern als Erweiterung der bestehenden Gebäude vorsahen. „Parallel haben wir am Standort Bad Wörishofen nach  Lösungen gesucht“, fasst Graf zusammen.„ Auch einen Neubau auf der grünen Wiese haben wir diskutiert.“

Und dann kam die Nachricht aus dem 26 Kilometer entfernten Landsberg: Das Fleischwerk der Landsberger Wurstspezialitäten GmbH, ehemals Lutz Fleischwaren und nun im Besitz der Zur-Mühlen-Gruppe, schließt seine Pforten – und eröffnet Josef Maier eine große Chance. „Wir warten seit Jahren“, sagt Sascha Graf, „nun können wir in kurzer Zeit zu günstigeren Konditionen eine neue Produktion auf die Beine stellen.“

Auf einer Fläche von rund  6.000 Quadratmetern soll bis zum Start der Wildsaison im nächsten Jahr ein hochmoderner Produktionsbetrieb entstehen. Teile der bisherigen Planung werden einfließen, Anlagen aus Bad Wörishofen kommen in Landsberg zum Einsatz. „Die Produktion wird neu aufgestellt“, legt Geschäftsführer Graf dar. Die veränderten Wünsche des Marktes und der Verbraucher beeinflussen die Produkte, ihren Zuschnitt, ihre Größe und ihre Verpackung. Effizienter, spezialisierter, kontrollierter sowie mit mehr Automatisierung werde künftig gearbeitet. Graf: „So können wir unseren Wachstumskurs beibehalten, neue Produkte und stabile Preise bieten.“ Geplant ist künftig die jährliche Verarbeitung von 10.000 Tonnen Fellware. Derzeit sind es rund 6.000 Tonnen.

Bad Wörishofen bleibt weiterhin Sitz von Verwaltung und Vertrieb sowie des Tiefkühllagers. Produktion und Frischlogistik ziehen nach Landsberg. Zwischen beiden Standorten wird ein Pendelverkehr eingerichtet. Ein neues Besucherzentrum soll Einblick in die Produktion gewähren. „Die Gewinner sind unsere Kunden und unsere Mitarbeiter“, erklärt Sascha Graf. Die einen erhalten eine noch größere Produktpalette, die anderen neue und sichere Arbeitsplätze.